The artist and her work – Alina Ada Lungu

Alina Ada Lungu, ein Name den man sich merken sollte. Neben den rümänischen international bereits bekannten Künstler wie Adrian Ghenie, Victor Man und Mircea Cantor ist die erst 21-jährige rumänische Künstlerin die große neue Entdeckung.

Die Künstlerin durchdringt ihr Werk mit einer nicht in Worte zu fassenden Fülle an Formen und Farben. Die Stadt Berlin spielt im Leben von Lungu eine besondere Rolle. Dort studierte Alina Ada Lungu bis Februar 2017 an der Kunstakademie Weißensee. Studio NOVO Artspace zeigt nun in Köln die erste große Einzelausstellung der Ausnahmekünstlerin Alina Ada Lungu. Noch zu sehen bis zum 28. August 2017

 

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Alina Ada Lungu (1995 Bukarest)

 

Vom Vater, ebenfalls Maler, schon frühzeitig gefördert, war sie bereits im Alter von 7 Jahren in der Lage, anatomische Zeichnungen zu fertigen. Mit 19 wurde sie von der Kunstakademie Bukarest als beste Studentin des Jahres ausgezeichnet und erhielt daraufhin das Stipendium für Berlin und steht nun mit 21 Jahren kurz vor ihrem Akademieabschluss. Völlig logisch, dass es in der gleichen rasanten Geschwindigkeit weitergehen musste. Bilder werden zu Zeit-Collagen mit utopischem Ausgang,“ so erklärt es ihr Lehrer in Berlin, Prof. Werner Liebmann, der das Vorwort des Kataloges zur Ausstellung „Contemporary Velázquez“ verfasst hat. Es geht nicht um die Darstellung von Realität. Das Thema Zeit spielt stattdessen eine große Rolle. „Es gibt Malerei-Reminiszenzen, Nachfragen bei den Alten Meistern.“ Die Bezüge zu Velàsquez, Caravaggio, El Greco, sind offensichtlich gewollt und gehören dazu. Kunst baut auf Kunst. Hierzu gehören auch die Zeitgenossen. Wichtig zu nennen sind in diesem Zusammenhang Neo Rauch, der ebenso wie Prof. Liebmann bei Bernhard Heisig in Leipzig studierte und – fast noch wichtiger, Alinas Landsmann Adrian Ghenie, der mittlerweile als Superstar der internationalen Kunstszene gilt. Die Begegnung mit ihm in Berlin und vor allem die Erfahrung ihn portraitieren zu dürfen waren die Initialzündung für alles, was danach kam. Doch hat Alina weder das Denken noch die Formen der anderen Künstler übernommen. In der Auseinandersetzung mit ihnen ist es ihr gelungen etwas NEUES zu entwickeln. Im Zusammenhang ihrer collagenartigen Bildsprache redet Liebmann deshalb von „Lungu-Schnitten“! Was verbinden wir mit dem Wort Schnitt?  Mit einem Schnitt erfolgt im Film ein Szenenwechsel, mit Schnitten werden Collagen erstellt, Schnitte verletzen unsere Haut, unser Äußeres. Insbesondere in den Gesichtern ihrer Portraits sind es scheinbar Schnitte, mit denen sie malerisch, Schicht für Schicht, in das Innere des Menschen vorzudringen scheint.

 

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Supermarket Coffee Street, 2016 –  Öl auf Leinwand, 100 x 120 cm, signiert

Es sind also offensichtlich genau diese „Lungu-Schnitte“, in denen sich das Besondere, das Eigene in ihrer Kunst definiert. Mittels des ungewöhnlichen szenischen Über- und Ineinanderblenden von Bildern gelingt es ihr nämlich, Zeitlosigkeit und Jetzt in einer Bildebene zu vereinigen und hiermit – und das ist das Entscheidende – die unterschiedliche Wahrnehmung von Realität in Frage zu stellen. Nehmen Sie sich nun also Zeit beim Betrachten der Bilder und lassen sich dabei ein auf die Gedanken und Beobachtungen einer Künstlerin, die vermutlich am Anfang einer ganz großen Karriere steht.

Elke Backes, Kunsthistorikerin

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„Potrait of a woman in Berlin“, 2014 – Öl auf Leinwand, 70 x 100 cm, signiert

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„Portrait IV“, 2016 – Öl auf Leinwand, 30 x 40 cm, signiert

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„Self-Portrait I „, 2016 – Öl auf Leinwand, 18 x 18 cm, signed

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„Interferences“, 2016 – Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm, signiert

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„Dinner at night“, 2016 – Öl auf Leinwand, 50 x 60 cm, signiert

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„Contemporary Velázquez II“, 2017 – 160 x 120 cm, signiert

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„Contemporary Velázquez“, 2017 – 150 x 120 cm, signiert

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„Sequencing 100“, 2016 – 200 x 200 cm, signiert

lungu-coverKatalog zur Ausstellung „Contemporary Velázquez“ 01.04.-28.08.2017

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Alle Rechte vorbehalten – All rights reserved

Studio NOVO Artspace ©2017

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