Derivate des Glücks

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Wittgensteins Neffe – Tempera auf Nessel, 120 cm x 190 cm (Diptychon)

 

„Im Anfang war das Wort!”, so steht es im Neuen Testament geschrieben.

Da geht es um die Erschaffung der Welt, hier geht es um nichts Geringeres, hier
geht es um ein Ausstellungskonzept. Im Anfang war das Wort. Über dieses Bibelzitat lässt Johann Wolfgang von Goethe bereits seinen Faust stolpern, als dieser sich mit dem Pudel ins Studierzimmer zurückzieht, um das heilige Buch ins Deutsche zu übersetzen.

Geschrieben steht: »Im Anfang war das Wort!«
Hier stock ich schon! Wer hilft mir weiter fort?
Ich kann das Wort so hoch unmöglich schätzen,
Ich muß es anders übersetzen,
Wenn ich vom Geiste recht erleuchtet bin.
Geschrieben steht: Im Anfang war der Sinn.
Bedenke wohl die erste Zeile,
Daß deine Feder sich nicht übereile!
Ist es der Sinn, der alles wirkt und schafft?
Es sollte stehn: Im Anfang war die Kraft!
Doch, auch indem ich dieses niederschreibe,
Schon warnt mich was, daß ich dabei nicht bleibe.
Mir hilft der Geist! Auf einmal seh ich Rat
Und schreibe getrost: Im Anfang war die Tat!

Phaidra

Phaidra – Tempera auf Nessel,110 cm x 150 cm

Wir sehen uns konfrontiert mit der Tat. Und zwar in Form der von Jürgen Gromoll geschaffenen Kunstwerke. Und sogleich stellt sich die Sinn-Frage, die Frage nach der Bedeutung. Was will Es mir sagen? Wir neigen dazu, verstehen zu wollen, bestenfalls einfach, ohne Umschweife und in unseren Denkmustern.
Die Arbeiten von Jürgen Gromoll erhellen sich nicht auf den ersten schnellen
Blick, sie sind eine Aufforderung zur Langsamkeit, wie sie Pirsig im seinem Buch „Zen oder die Kunst ein Motorrad zu reparieren” bereits gestellt hat.

Mädchen mit Wölfen

Mädchen mit Polarwölfen – Tempera auf Nessel, 110 cm x 150 cm

So lenkt uns Jürgen Gromoll auf eine falsche Fährte, wiegt uns in Sicherheit, um uns sogleich aus dem warmen Bettchen wieder hinauszuwerfen.

Indem er uns anfängliche Gewissheiten nimmt, schafft er einen freien Raum, der unsere Neugier weckt und die Bereitschaft ihm zu folgen in seine visionäre Welt.

Eine Welt, in der er sich gerne bei den symbolträchtigen Mythen, Märchen und der Religion bedient. In seinen über dreißig Jahren künstlerischem Schaffen hat er eine eigene unverwechselbare Handschrift entwickelt. Seine Gemälde nennt er Tafelbilder, um den Moment des Zeigens zu betonen und nicht im traditionellen Sinne. Oft sind seine Werke zweigeteilt – so wie man jedes Ding auch von zwei Seiten betrachten kann – und tragen auf dem fast uni gestalteten flächigen Hintergrund sparsam gesetzte Figuren – Menschen und Tiere – sowie Objekte.

Junge Frau mit Einhorn

Junge Frau mit Einhorn – Tempera auf Nessel, 110 cm x 150 cm

Wie auf einer Bühne lässt er sie vor einer meist dunklen Fläche
agieren, setzt sie in Beziehung zueinander, aber ohne eine sichtbare Berührung.
In seiner Arbeitsweise ist Jürgen Gromoll durch und durch Perfektionist. In seinermalerischen Technik ebenso wie bei der Auswahl und Verarbeitung seiner
Materialien. Er überlässt nichts dem Zufall, jedes Detail ist genauestens
konzipiert. Es gibt nichts Überflüssiges, keinen interpretierenden oder
verbindenden Hintergrund und pro Bild nur wenige Motive. Seine Bilder sind
überschaubar, wie der Raum, in dem wir uns gerade befinden. In der Musik
würde man sagen, Jürgen Gromoll hat den Mut zur Stille.

Pommerland

Pommerland – Tempera auf Nessel, 110 cm x 150 cm

Indem er seine Geschichten erzählt, gibt er dem Betrachter keine
Bedienungsanleitung, aber genügend Material für eigene Interpretationen und
Erinnerungen an die Hand. Wie im richtigen Leben lässt es sich nicht sagen, so
ist es und nicht anders! „Vom Wahrsagen lässt sich’s wohl leben in der Welt,
aber nicht vom Wahrheitsagen.” (Georg Christoph Lichtenberg)
Jürgen Gromolls Gemälde verstehen sich als ein erzählerisches Wandern durch
die menschlichen Abgründe, Happyend nicht einbegriffen. Anders als in den
erzieherisch lehrreichen Grimms Märchen gibt es bei ihm keine Lösung, aber
auch keine Wertung. Aber es bleibt nicht beim Erzählen von Vergangenem. Jürgen Gromoll holt die Vergangenheit ins hier und jetzt. Keine Gegenwart ohne Vergangenes. Der Sinn stellt sich beim Rückblick automatisch ein. „Es ist so wie es ist, weil es nicht anders kann als irgendwie zu sein!” (Anna & Bernhard Blume; ein Künstlerpaar, das sich mit bewegten fotografischen Zuständen auseinandersetzte).

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Königskinder – Tempera auf Nessel, 110 cm x 150 cm

Vordergründig schlüpft Jürgen Gromoll in die Rolle des Märchenerzählers,
andererseits geht es ihm als genauem Beobachter um seine subjektiv erfahrene
Welt. Mittels der Interaktion seiner scheinbar schlichten Symbole provoziert er
Emotionen und Erinnerungen, beleuchtet die gesellschaftlichen Verhältnisse underzählt seine eigene persönliche Geschichte.

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Zuchthasen – Tempera auf Nessel, 120 cm x 190 cm (Diptychon)

Zu den Bildern als Mittler zwischen dem Künstler und dem Betrachter einTextfragment aus Cees Notebooms Roman „Das Paradies ist nebenan”:„… Es handelt sich um eine Geschichte, und ich habe diese Geschichte einmal erzählt, einem Freunde, aber wohlgemerkt: in der dritten Person. – Und damit handelte es sich um einen anderen und nicht mehr um mich, denn ich wollte nicht, dass so etwas mir widerfahren sein sollte.”

 

Jürgen Gromoll *1953 Mülheim an der Ruhr
lebt und arbeitet in Neuss/Rhld.
1996 Gründung der Eigenblut Prod. (edition eigenblut) zusammen mit der
Philosophin Gisela Behrendt

Publikationen Auswahl:
Artic No. 6, Zeitschrift für Philosophie und Kunst, Bonn 1999
Punkt 5, Multiple‘s Magazine, Paris/Berlin 2002
Geleé Royal, Magazin für Illustration und Grafik, Essen 2004
„Vielleicht ist die Wahrheit ein Weib …“, DuMont Buchverlag 2009
ereignis, kunst des geschehens, Vestischer Künstlerbund, Recklinghausen 2012

 

Werke in öffentlichen Sammlungen:
Städt. Kunstsammlung Mülheim/Ruhr
Sammlung Jürgen Blum, Hünfeld
Kunstsammlung der Stadt Neuss
Atlanta Contemporary Art Center, USA
Stiftung Schloss und Park Benrath, Museum für Europäische Gartenkunst,
Düsseldorf
Museum of Modern Art, Sydney

Messebeteiligungen (Auswahl)
Internationale Buchmesse Frankfurt, Page(s) Paris, Leipziger Buchmesse,
Kunst Köln, Kunstmesse Straßburg, Cologne Fine Art, Art Cologne

 

Derivate der Kunst

Jürgen Gromoll

Vernissage: Freitag, den 13.10.2017, 20:00 Uhr

Studio NOVO Artspace

Einführung in die Ausstellung: Anne Kotzan & Robert Mohren

catalogue available!  Illustrierter Katalog; Ausstellung Jürgen Gromoll (*1953) „Derivate des Glücks“ – Jetzt Katalog online blättern!

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The Image Of Man

Wir freuen uns sehr, Ihnen zu Beginn der Eröffnung der Herbstsaison, eine besondere Ausstellung im Studio Novo Artspace exklusiv präsentieren zu können.

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Georg Schnitzler (1961 Mainz) malt Menschenbilder die im Wesentlichen Teile der Klassischen Moderne umfassen. Dazu gehört der Expressionismus sowie Karikaturen insbesondere aus dem Simplicissimus wie beispielsweise Honoré Daumier und Henri de Toulouse-Lautrec. Als weitere wichtige Einflussquellen nennt Schnitzler zudem die Besuche seit der frühesten Kindheit durch die Museen dieser Welt.

 

 

 

Bereits mit 12 Jahren besuchte Georg Schnitzler seine erste Kunstschule. Oft stellt er sich in seinen teils ironisch-grotesk und melancholisch anmutenden Arbeiten auf die Seite der „Unterdrückten“ und möchte in seinen Bildern „die wahren Gesichter zeigen“, und zwar in einer jedem verständlichen Bildsprache.

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Von seinem Lebensmittelpunkt Köln aus steuert der Sohn der Malerin Christel Schnitzler-Steinbach zunächst in den 80er Jahren die Schauspielerei unter der Regie von Walter Bockmeyer an und begibt sich auf Tourneen durch die Republik.

 

Durch Künstlerkollegen erweitert Schnitzler in diesen Jahren seine Theatererfahrungen. Diese münden 1990 in der Gründung und Leitung des Ersten Kölner Wohnzimmertheaters . Seit 2010 wendet Schnitzler sich wieder der Bildenden Kunst zu.

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Es folgen Gruppenausstellungen seiner Malerei in „You’ve got mail“ in der Schweiz und Teilnahmen an den Offenen Ateliers in Köln. Es folgte ein Kunststudium mit dem Schwerpunkt Malerei.

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Anfang 2017 wurde Schnitzler mit dem Grand Prix der L’Art au Coeur de L’Europe in Frankreich ausgezeichnet. Die Begründung der Jury: „Wir haben in Ihrer Arbeit eine Wahrheit erkannt“

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Nun folgt für Schnitzler die Teilnahme am rennonmierten „Le Salon d’Automne“ in Paris vom 12.-15. Oktober 2017. Die Société du Salon d’Automne (auch bekannt unter der verkürzten Bezeichnung Salon d’Automne oder Pariser Herbstsalon) ist eine im Jahre 1903 durch den Architekten Frantz Jourdain und unter Mitwirkung von Georges Rouault, Paul Cézanne, Eugène Carrière und Auguste Renoir gegründete Organisation. Sie war eine Reaktion auf die konservative Politik des offiziellen Salon de Paris.

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Wir wünschen Georg Schnitzler auch für Paris viel Erfolg. – Bonne chance!

 

The Image Of Man

Vernissage: Freitag, den 01. September 2017

Beginn: 20:00 Uhr
Studio NOVO Artspace
Sülzburgstr. 189, 50937 Köln

Austellungsdauer: 01.09-05.10.2017

Anmeldung zur Ausstellung

 

 

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Alle Rechte vorbehalten – All rights reserved

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Stepping Into Another World

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If you meet artist Alina Ada Lungu you invariably have the impression to be in another time. That was how I felt about her at our first encounter in Berlin. The first impression was: I am in the turn of the 20th century. A encounter that will stay into my memory forever. If you could travel through time, you would probably have met this young dainty person at the higher peaks of Paris, Montmartre. Artists such as Henri de Toulouse-Lautrec, Edgar Degas, Paul Cézanne or Emile Zola would have had their real pleasure.

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Lungu´s paintings are „time-collages with a utopian outcome“explains her teacher in Berlin, Prof. Werner Liebmann, who wrote the preface of the catalog for the exhibition“ Contemporary Velázquez „. It is not about the representation of reality. – Time plays an important role instead. „There are paintings reminiscences, demands by the ancient masters.“ The references to Velàsquez, Caravaggio, El Greco are obviously intended and belong to it. Art is based on art.  This includes also  the contemporaries such as Neo Rauch, who studied with Bernhard Heisig in Leipzig as well as Prof. Liebmann.

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In the context of her collage-like image language, Liebmann speaks of „Lungu-Cuts. What do we associate with the word cut? With a cut a film scene changes, with cuts are created collages, cuts injure our skin, our appearance. In the faces of Lungu´s portraits in particular, they seem to be intersections with which she appears painterly, layer by layer, into the interior of man.

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Alina Ada Lungu – PART II

Anlässlich der ART Cologne 2017 veranstaltet Studio NOVO Artspace im Zusammenhang mit der laufenden Ausstellung: „Contemporary Velázquez“ mit Alina Ada Lungu die Eröffnung Part II. Die Eröffnung der Ausstellung fand bereits am 1. April in Anwesenheit der Künstlerin statt und über 100 Besucher drängten sich abends durch die Galerieräume.

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Alina Ada Lungu, ein Name den man sich merken sollte. Neben den rümänischen international bereits bekannten Künstler wie Adrian Ghenie, Victor Man und Mircea Cantor ist die erst 21-jährige rumänische Künstlerin die große neue Entdeckung.

Wir sind stolz Ihnen das Werk von Alina Ada Lungu exklusiv präsentieren zu können.

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um eine Rechtzeitige Anmeldung

 

 

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       „Sequencing 100“, 2016 – 200 x 200cm

 

It was great to spend time with everyone who attended the first Saturday opening for artist Alina Ada Lungu on April 1. Her present pictorial attitude, the main field in which Adina Lungu moves in a purposeful and expressive way, shows her in a world that transforms personal into general. She is able to formulate personal breakings as painterly intensions and to keep questions open to the viewer, also by refraining from allegations. These images enable a perception that connects personal with the universal and timelessness with the „now“.

Text: Prof. Werner Liebmann, Kunsthochschule Weißensee, Berlin

 

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        Portrait of a woman in Berlin, 2014

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Alina Ada Lungu ( Bucharest 1995)

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Gallery Director Robert Mohren of Studio NOVO Artspace in front of the painting „Supermarket Coffee Street“, 2016 painted by Alina Ada Lungu

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                             Grand Opening with Alina Ada Lungu  PART I , April 1 2017

It was great to spend time with everyone who attended the first Saturday opening for artist Alina Ada Lungu on April 1. Her present pictorial attitude, the main field in which Adina Lungu moves in a purposeful and expressive way, shows her in a world that transforms personal into general. She is able to formulate personal breakings as painterly intensions and to keep questions open to the viewer, also by refraining from allegations. These images enable a perception that connects personal with the universal and timelessness with the „now“. Don’t miss this rare opportunity to see one of the world’s greatest emerging artist.

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                                                                        Catalogue available!

 

Alina Ada Lungu
CONTEMPORARY VELÁZQUEZ – PART II

Freitag, den 28. April, 20 Uhr
Sülzburgstr. 189
50937 Köln

Tel. 0221 – 20437803
studionovoblog.wordpress.com

We hope to inspire and get to know all of you!

The artist and her work – Alina Ada Lungu

Alina Ada Lungu, ein Name den man sich merken sollte. Neben den rümänischen international bereits bekannten Künstler wie Adrian Ghenie, Victor Man und Mircea Cantor ist die erst 21-jährige rumänische Künstlerin die große neue Entdeckung.

Die Künstlerin durchdringt ihr Werk mit einer nicht in Worte zu fassenden Fülle an Formen und Farben. Die Stadt Berlin spielt im Leben von Lungu eine besondere Rolle. Dort studierte Alina Ada Lungu bis Februar 2017 an der Kunstakademie Weißensee. Studio NOVO Artspace zeigt nun in Köln die erste große Einzelausstellung der Ausnahmekünstlerin Alina Ada Lungu. Noch zu sehen bis zum 28. August 2017

 

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Alina Ada Lungu (1995 Bukarest)

 

Vom Vater, ebenfalls Maler, schon frühzeitig gefördert, war sie bereits im Alter von 7 Jahren in der Lage, anatomische Zeichnungen zu fertigen. Mit 19 wurde sie von der Kunstakademie Bukarest als beste Studentin des Jahres ausgezeichnet und erhielt daraufhin das Stipendium für Berlin und steht nun mit 21 Jahren kurz vor ihrem Akademieabschluss. Völlig logisch, dass es in der gleichen rasanten Geschwindigkeit weitergehen musste. Bilder werden zu Zeit-Collagen mit utopischem Ausgang,“ so erklärt es ihr Lehrer in Berlin, Prof. Werner Liebmann, der das Vorwort des Kataloges zur Ausstellung „Contemporary Velázquez“ verfasst hat. Es geht nicht um die Darstellung von Realität. Das Thema Zeit spielt stattdessen eine große Rolle. „Es gibt Malerei-Reminiszenzen, Nachfragen bei den Alten Meistern.“ Die Bezüge zu Velàsquez, Caravaggio, El Greco, sind offensichtlich gewollt und gehören dazu. Kunst baut auf Kunst. Hierzu gehören auch die Zeitgenossen. Wichtig zu nennen sind in diesem Zusammenhang Neo Rauch, der ebenso wie Prof. Liebmann bei Bernhard Heisig in Leipzig studierte und – fast noch wichtiger, Alinas Landsmann Adrian Ghenie, der mittlerweile als Superstar der internationalen Kunstszene gilt. Die Begegnung mit ihm in Berlin und vor allem die Erfahrung ihn portraitieren zu dürfen waren die Initialzündung für alles, was danach kam. Doch hat Alina weder das Denken noch die Formen der anderen Künstler übernommen. In der Auseinandersetzung mit ihnen ist es ihr gelungen etwas NEUES zu entwickeln. Im Zusammenhang ihrer collagenartigen Bildsprache redet Liebmann deshalb von „Lungu-Schnitten“! Was verbinden wir mit dem Wort Schnitt?  Mit einem Schnitt erfolgt im Film ein Szenenwechsel, mit Schnitten werden Collagen erstellt, Schnitte verletzen unsere Haut, unser Äußeres. Insbesondere in den Gesichtern ihrer Portraits sind es scheinbar Schnitte, mit denen sie malerisch, Schicht für Schicht, in das Innere des Menschen vorzudringen scheint.

 

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Supermarket Coffee Street, 2016 –  Öl auf Leinwand, 100 x 120 cm, signiert

Es sind also offensichtlich genau diese „Lungu-Schnitte“, in denen sich das Besondere, das Eigene in ihrer Kunst definiert. Mittels des ungewöhnlichen szenischen Über- und Ineinanderblenden von Bildern gelingt es ihr nämlich, Zeitlosigkeit und Jetzt in einer Bildebene zu vereinigen und hiermit – und das ist das Entscheidende – die unterschiedliche Wahrnehmung von Realität in Frage zu stellen. Nehmen Sie sich nun also Zeit beim Betrachten der Bilder und lassen sich dabei ein auf die Gedanken und Beobachtungen einer Künstlerin, die vermutlich am Anfang einer ganz großen Karriere steht.

Elke Backes, Kunsthistorikerin

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„Potrait of a woman in Berlin“, 2014 – Öl auf Leinwand, 70 x 100 cm, signiert

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„Portrait IV“, 2016 – Öl auf Leinwand, 30 x 40 cm, signiert

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„Self-Portrait I „, 2016 – Öl auf Leinwand, 18 x 18 cm, signed

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„Interferences“, 2016 – Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm, signiert

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„Dinner at night“, 2016 – Öl auf Leinwand, 50 x 60 cm, signiert

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„Contemporary Velázquez II“, 2017 – 160 x 120 cm, signiert

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„Contemporary Velázquez“, 2017 – 150 x 120 cm, signiert

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„Sequencing 100“, 2016 – 200 x 200 cm, signiert

lungu-coverKatalog zur Ausstellung „Contemporary Velázquez“ 01.04.-28.08.2017

Vernissage Alina Ada Lungu 058

Alle Rechte vorbehalten – All rights reserved

Studio NOVO Artspace ©2017

Contemporary Velázquez

 

Alina Ada Lungu  

Contemporary Velázquez

exclusively presented by  Studio NOVO Artspace 

01.04. – 28.07. 2017

 

Alina Ada Lungu Online Catalogue Download (1,6MB)

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Contemporary Velázquez II, 160 x 120 cm, Verso described and signed

Ecce Homo – Behold the man

By Prof. Werner Liebmann, Kunsthochschule Weißensee, Berlin

Alina Ada Lungu, a young artist with a wakeful eye on the surrounding nature, with a fine sense of the differences in the perception of reality and with a big question on her mind that she enunciates at the same time with an a comprehensive response:

That can only be achieved with painting ? Obviously, Alina has seen her compatriot Adrian Ghenie several years ago and was mesmerized by his masterly paintings. In each artistic career there is a certain point, there‘ s no way back and one can assume here someone has entered with enthusiasm, originality and force Alinas life and was the initial impetus for everything that came after and for everything shown in this catalog.

But Alina Lungu has not adopted the forms or the thinking of another artist, here comes an artist who weaves a finer thread of memories hopes and personal encounters. This can be seen in the format alone: Here we are confronted with an attention which is formulated in a personal way and is more concerned with the nuances of a solution rather than with an assertion. Her portraits and family pictures are the main part of the works depicted in the catalog.

It‘s like one. Ecce Homo: „Behold the man“ when she tries to find an answer in „Self Portrait 1“, „Self Portrait 2“ and „Self Portrait 3“ free of vanity and with purely painterly means. Is the essence of man  visible in its outer shell. Can the painterly process be driven forward as a knowledge process and: Who am I“

An ordinary family

An ordinary family

 

Driven by the question of whether one can through the surface of the skin through to the underlying substance, scratches, smoothens, and structures Adina in her pictures. It looks for the mixture of thinking, feeling and understanding, which we call character or soul. In this way, Adina‘s painting is not a fine melt or a gallant surface, but a layer painting that reveals the questioning process, leaving behind „traces“.

In this way Alina Lungu has an instrument, which she sets herself off from the painting of her role model: A picture is good if the approach is of the same complexity as the reality to be named. As in the case of every painterly new beginning, there are also reminiscences in the paintings of the Old Masters in this catalog. One can also count the smiling power of a young woman with the „great painters“ of the present, when she opposes Adrian Ghenie or Neo Rauch. To be seen in a second important part of the presented group of works. Here is not only asked about „how it is done“ (for example, „Holbein Interpretation“ or „Contemporary Velazquez“), but also specifically sought after  shifts, imponderabilities and visual differences. Images are rendered trough scenic „fade in“ into time-collages with utopian output.

 

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Supermarket Coffee Street

In proximity to Neo Rauch brings her a completely new colourfulness, and an unexpected point of view. The here borrowed room is broken down by Lungu cuts (Supermarket Coffee Street). Artistic works of Ghenie, as well as those of the old masters, she approaches a romanticizing view and renounces an adaptation of the respective painting styles.   At this point, a new field opens up for Alina Lungu, who deserves great attention because it can tell a lot about her future. A young artist at the beginning of her journey needs a clear decision and possibly a shelter so that sensitivity and talent can evolve, and time is also needed to strengthen one’s own position.

Her present pictorial attitude, the main field in which Adina Lungu moves in a purposeful and expressive way, shows her in a world that transforms personal into general. She is able to formulate personal breakings as painterly intensions and to keep questions open to the viewer, also by refraining from allegations.   It is marvelous to see in the works „Motherhood“, „Motherhood1“ „Dinner At Night“ and „An Ordinary Family“. All of them are fine-tuned works with a sovereign appearance, which achieve their effect through painter’s sharpness / blurring, or from the approximate developed accuracies. These images enable a perception that connects personal with the universal and timelessness with the „now“.

In addition, the image „Echo“ has succeeded in producing a work that not only plays with what has been said so far, but which combines the speed of a decision with the precision of observation and shines with white as a color.   Great pictures, great painter, an open way. You can only wish the artist and the exhibition a lot of success.

Prof. Werner Liebmann, Berlin

 

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Hommage to Adrian Ghenie, 2016

Alina Ada Lungu is an extraordinary painter with an remarkable sensibility and great art-historical understanding. Using multidimensionality as rigorously as possible given, she creates a secret… that we – hopefully -will never decipher.

Robert Mohren, Curator

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Motherhood , 2015 ⌀ 50 cm, Oil on canvas, Verso described and sigend

Grand Opening & Vernissage

Saturday, 01 April 2017, 8pm

Sülzburgstr. 189, 50937 Köln 

Introduction: Elke Backes (art historian)

Text by: Prof. Werner Liebmann

Kunsthochschule Weißensee, Berlin

Exhibitions (selection)
01.04.2017 – 28.07.2017 „Contemporary Velázquez“, Studio  NOVO Artspace
Köln Germany (Catalogue)
04.08 – 03.09.2016DNA Galerie
Die Neue Aktionsgalerie, Berlin
01.05.2016 – 22.06.2016
Reflection and Transfiguration’’, Palace of the Parliament, Constantin Brâncuși Gallery, Bucharest, RO 
20.04.2015 – 29.04.2015 – EXPO REMBRANDT 2015, Rembrandt Art Center and UNARTE, UNA Gallery, Bucharest, RO
14.04.2015 – 29.04.2015 „Noii“ Îngeri ai Dreptății“, Organizer: UNARTE, Academy of Economic Studies Gallery, Bucharest, RO 
Several Group exhibitions in Poland, Romania, Republic of Macedonia, Hungary, Austria, Slovenia, Italy, Greece, Germany, France & Canada

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Upcoming 2017

A L B E R T    B  R  A  H  A  J  
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The House Nr: 7. 100 cm x 120 cm

2017 präsentiert Studio NOVO Artspace eine Einzelausstellung mit Werken des in Fier/Albanien geborenen Künstlers Albert Brahaj.

Er studierte Malerei unter Prof. Edi Hila, dem einflussreichsten Lehrer für die junge Generation albanischer Künstler. In den 1990er Jahren öffnete sich die Malerei motivisch den zum Teil brachialen Transformationsprozessen in Albanien. Brahajs Bilder sind stets von einer unheimlichen Stille, die Motive sind überzogen von einem Schleier des Unwirklichen und Fiktiven. In Brahajs Innenräumen finden wir Spuren menschlicher Existenz; ein Bett, ein umgefallener Stuhl, ein Kinderfahrrad tritt in den Wettstreit  mit der Schöpfung, eingerahmt in einem Fenster. Menschen, wie wir sie hier kennenlernen, sind nur der Hauch eines Menschen. Und dann, die Leere über allem diese Einsamkeit. Sie äußert sich in vielen seiner Werke. Die Farbe, nur ein Hauch. Die Trägheit, die ich spüre, sie kommt auch aus dieser Leere. Ich muss den plastischen Sprung waren, um die Leere hinter mir zu lassen, sagt Albert Brahaj. Das Bewusstsein des Raums bringt Spuren und Zeichen hervor für die Leere der Gegenwart des Menschen, heute und für alle Zeit.

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The White Goose. 70 cm x 100 cm. Bleistift auf Papier

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Breaking News. 120 cm x 150 cm. Oil on canvas

Albert Brahaj geboren in Fier / Albanien. Lebt und arbeitet in Köln Deutschland

Meisterschüler von Jakob Xoxa  in Fier als Bildhauer beendet 2005 – 09

Studium an der Kunstakademie in Tirana Albanien bei Prof. Edi Hila ( Malerei )

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Empty Reality. 70 cm x 100 cm. Bleistift auf Papier

All images and materials are copyright protected

Studio NOVO Artspace © 2017

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Drei Künstler – 3  Positionen

Albert Brahaj (1967) Letitia Gaba (1969) Robert Mohren (1968)

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The White Night. 70 cm x 100 cm. Bleistift auf Papier (Detail)

Albert Brahaj – Geboren 1967 in Fier / Albanien

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Albert Brahaj studierte Malerei unter Prof. Edi Hila, dem einflussreichsten Lehrer für die junge Generation albanischer Künstler. In den 1990er Jahren öffnete sich die Malerei motivisch den zum Teil brachialen Transformationsprozessen in Albanien.

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Brahajs Bilder sind stets von einer unheimlichen Stille, die Motive sind überzogen von einem Schleier des Unwirklichen oder Fiktiven. Die Innenräume sind nur Spuren menschlicher Existenz. Ein Bett, ein umgefallener Stuhl, ein hängender Telefonhörer. Ein Kinderfahrrad tritt in Wettstreit mit der Schöpfung, eingerahmt in einem Fenster. Eine Gans, die das Weiß für sich gepachtet hat. Und dann, die Leere. Über allem diese Einsamkeit. Sie äußert sich in vielen seiner Werke. Die Farbe, nur ein Hauch. Die Trägheit, die ich spüre, sie kommt aus dieser Leere. Ich muss den plastischen Sprung wagen, um die Leere hinter mir zu lassen, sagt Albert Brahaj.

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Die Leere der Realität

Seine bedächtig durchdachten Kompositionen, werden zum beständigen Hindernis.
Das Innere, das zufällig Gewagte, lassen Brahaj keine Ruhe. Willkürliche Objekte überwältigen mich. Rastlos bin ich ob der Begriffe, der Sorgen der Vergangenheit.

In Brahajs Innenräumen kommen Personen nur vereinzelt vor und sind meist am Bildrand platziert. Menschen, wie wir sie hier kennenlernen, sind nur der Hauch eines Menschen. Das Bewusstsein des Raums bringt Spuren und Zeichen hervor für die Leere der Gegenwart des Menschen, heute und für alle Zeit.

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Letitia Gaba – Ohne Titel, 2016 Mixed Media 171 x 110 cm

Die gebürtige Rumänin Letitia Gaba (1969) entführt uns in ihren Bildern in ein Labyrinth menschlicher Abgründe. Gabas Netze strecken sich durch die Tragödie der Menschlichkeit. Sie zeigt die Welt als Ruine oder als gefräßigen Moloch, in der es sich als erschöpfte, willkürliche Kreatur sowohl unterzugehen, als auch in Form ein neugeborenen Kraft aufzuerstehen lohnt.

In der Grafik wie in der Malerei von Letitia Gaba, wird ein mehrdeutiges visuelles Universum erzeugt, gleichermaßen dramatisch wie metaphorisch, wobei weiße und schwarze grafische Elemente auf grafische Landschaften möglicher Welten dominieren.

Zwischen die nicht klar als Himmel/Oben und Erde/Unten definierten Flächen werden Verkettungen visualisiert -durch spielerische, filigrane, asexuelle Strukturen oder durch große rote Flächen, wobei die weißen Räume oder schwarzen Linien grafische Rhythmen erzeugen.

Das Verhältnis zwischen der Spontanität und der Dichte des einzelnen grafischen Elements und der gesamten diskursiven und komplementären grafischen Architektur findet ein Gleichgewicht im Gesamtspiel aller künstlichen, seltsam erscheinenden grafischen Bau-Elemente, die offen sind sowohl für viele mögliche Interpretationen als auch für interrogative Emotionen.

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Robert Mohren – Die Frau und die Landschaft, 2015, Baryt on cardboard

In der Fotoserie „Die Frau und die Landschaft“ zeigt uns Robert Mohren in großformatigen Arbeiten isolierte Figuren, die handlungslos Zwiesprache mit der Natur halten. Mohren lehnt viele seiner Bilder an literarische Vorlagen an oder sie entspringen der Auseinandersetzung mit der Malerei. Die dargestellte Frau, in einer rätselhaft anmutenden Körperhaltung, wirkt Im ganzen wie ein Standbild das einen Augenblick einer Handlung festhält, die im nächsten Moment weiterzulaufen scheint.

Mohren erzeugt den Eindruck eines vergrößerten Schnappschusses, der zufällig aufgenommen wurde. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass die scheinbare Zufälligkeit des Dargestellten das Ergebnis sorgfältiger Inszenierung und ein vom Künstler erwünschter Effekt ist.  Unorthodoxe Perspektiven und verschobene Kamerawinkel erzeugen eine Ästhetik des Bruchstückhaften und ein Gefühl der Entfremdung. Seine inszenierten Bildwerke werden zum Raum einer ausdifferenzierten Visualisierung des Psychischen.

 

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Mit seiner fotografischen Darstellung des Verhältnisses von Mensch und Raum hat Mohren das zentrale Thema seiner künstlerischen Arbeit bereits gefunden, das ihn bis heute mit unterschiedlichen motivischen Schwerpunktsetzungen in seinen Fotoserien beschäftigt

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Die Frau und die Landschaft, 60 x 80 cm, Lambda Print, signiert/nummeriert

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1968 in Aachen geboren, entdeckte Robert Mohren schon früh sein Interesse für die Kunst. Sein Urgroßvater Heinrich Burger Willing war ein rheinischer Maler der Jahrhundertwende, die Mutter betrieb Galerien mit Schwerpunkt Osteuropäische Avant-Garde und Expressionismus. Zeitweise arbeitete er in der elterlichen Galerie mit und betrieb einige Jahre einen eigenen Buchladen mit antiquarischen Büchern. Dies ist wichtig für das Verständnis seiner Bilder. Denn sein Wissen um die Geschichte der Malerei und Literatur und seine Bezugnahme darauf, ist ihm dabei hilfreich, Themen mit der Fotografie auszudrücken und dabei das Foto zu einem künstlerischen Medium aufzuwerten.

Studio NOVO celebrating its one year anniversary 

Vernissage: 03.12.2026 um 20:00

Sülzburgstr.189

50937 Köln

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Studio NOVO Artspace © 2016

NOVARRO – Grand Opening

Gestern Abend eröffnete der Generalkonsul von Rumänien Herr Mihai Botorog die Ausstellung „NOVARRO Close Up“ im Studio Novo Artspace.

Vielen Dank an die zahlreichen Besucherinnen und Besucher.

Eindrücke der Vernissage haben wir hier nun zusammengefasst.

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Prof. Dr. Klaus Honnef hielt die exquisite Einführungsrede

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Generalkonsul Herr Mihai Botorog, Kuratorin Margrit Bernard, Robert Mohren

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Wir bedanken uns bei den zahlreichen Besuchern

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Hintere Reihe v.l.n.r. Giorgio de Chirico, Hans Hartung, Jacques Lipchitz

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René Magritte, Photograph taken in Brussels 31. Oct. 1958

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Willem de Kooning, Photograph taken in Easthampton 09. Oct. 1979

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Gino Severini

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Wer wie ich, über 50 Jahre im Kunstbetrieb als Reporter, Kunstkritiker, Kurator, Geschäftsführer, Museumsmensch, Hochschullehrer, Redenschreiber, PR-Mensch, Watschenonkel, Berater…. tätig ist, wird nicht zum Menschenfreund. Doch manchmal, selten genug, kommt es zu einer Erfahrung, die einem schlagartig erhellt, warum man das alles macht. Gestern war für mich so ein Tag. Ich führte in einer Galerie, weitab von Trapelpfaden der Adebeis in Köln, nämlich in Sülz, dem Studio Novo, in einer kleine Ausstellung des verstorbenen Fotografen Eddy Novarro mit bemerkenswerten Porträts nahezu aller großen Künstler – Künstlerinnen in der Minderheit – der 1950er bis beginnenden 1970er Jahre ein. Ich hatte schon über den Fotografen geschrieben, war vertraut mit seinem Werk, und hatte mir nur ein paar Stichworte aufgeschrieben, redete quasi frei vom Blatt und ohne Mikro in einem kleinen Raum, der zunehmend stickig wurde, vor dreißig, vierzig Menschen, die meinen Ausführungen mit anhaltender, ja steigender Aufmerksamkeit zuhörten. Ich habe mich öfter versprochen, einmal die Zettel verwechselt, war nur mässig zufrieden mit mir – aber nach meiner Rede brach ein Applaus los, wie ich ihn selten (vielleicht noch nie) erlebt habe. Dabei bin ich durchaus erfolgsverwöhnt. Bei einigen der Zuhörerinnen und Zuhörer habe ich sogar regelrechte Begeisterung ausgelöst. Solche Reaktionen eines ungeheuer interessierten und aufmerksamen Publikums beflügeln den Redner nicht nur, sondern flössen ihm, ich gebe es gerne zu, ein Glücksgefühl ein. Danke an alle. Und für Momente wird man zum Menschenfreund.

Klaus Honnef, 18.September 2016

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Linke Reihe v.l.n.r. Joseph Beuys, Antoni Tapies, Pablo Picasso, Sonia Delaunay, Alberto Giacometti

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Hintere Reihe v.l.n.r.  Willem de Kooning, Jasper Johns, Ilya Kabakov

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Roy Lichtenstein, Photograph taken in Southhampton New York 07. Oct. 1979

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Eddy Novarro Ausstellung Studio Novo

Copyright Studio Novo Artspace 2016 ©

Fotocredits: © 2016 Kalle Wilscheid

NOVARRO – PREVIEW EXHIBITION

 

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Andy Warhol

 

NOVARRO  Close Up

Der brasilianische Fotograf Eddy NOVARRO (1925-2003) kannte die grossen Künstler seiner Zeit: Chagall, Miro, Picasso, Giacometti, Rothko, Lichtenstein und viele andere standen vor seiner Kamera.

Seine Close Up Porträts der Künstler, ca. 40 Fotos werden erstmals in einer Deutschen Galerie gezeigt.

Der brasilianische, in Bukarest geborene Fotograf Eddy Novarro (eigentlich Vasile Novaru, um 1925 – 2003) reiste, wie ein Globetrotter durch die Welt der Kunst.
Auf seinen Reisen durch die Kunstströmungen der Fünfziger- bis Siebzigerjahre besuchte er wegweisende Maler und Bildhauer.

Seine Fotos sind radikale Nahaufnahmen, in denen er die Dargestellten weder durch Licht noch atmosphärisches Beiwerk schönt. Die als Close-up konzipierten Bilder wirken sehr ehrlich und privat, so dass einige Kritiker ihn den „Sigmund Freud der Fotografie“ nannten.

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Antoni Tapies

 

Die Nähe, aus der die Großaufnahmen der Künstler entstanden, spricht für das Bedürfnis, die Persönlichkeiten unter die Lupe zu nehmen. Besonders die Vertreter der Pop Art, etwa Roy Lichtenstein, Claes Oldenburg und Jasper Johns, sind auf äußerst eindringliche Weise so unmittelbar nah aufgenommen worden, dass die Augen zugleich fesseln und irritieren. Die Gesichter in Novarros Bildern „entpuppen sich als ausgesprochene Projektionsflächen“, schreibt der Kunsthistoriker Klaus Honnef. „Als Resonanzböden für die Vorstellungen der Betrachter, die förmlich eingeladen werden, in den Gesichtern ihr Bild vom Künstler zu imaginieren.“

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Mark Tobey

 

Eddy Novarro Ausstellungen (Auswahl)

2016 – „Novarro – Close Up“ Studio Novo Artspace, Köln (Katalog)

2015 – „Kaleidoskop der Moderne“, Kunstmuseum Schwerin (Katalog)

2011 – „Who Is Who“, Picasso Museum Münster (Katalog)

2002 – „Sous le Flash de Inspecteur Novarro“, Espace Ricard, Paris

2001 – „Novarro“ Edition Cerclé d´Art, Paris (Text by Pierre Restany)

1991 – „Faces Of Contemporary Art“, Pushkin Museum of Fine Arts, Moskau

1990 – „Eddy Novarro“ Paco Imperial, Rio de Janeiro, Brazil (Katalog)

1989 – XX Bienale de Saó Paulo, Brazil (Katalog)

1977 – „Eddy Novarro“ Mitsukoshi Center of Arts, Tokyo, Japan

1960 – „Portraits“Galeria Biasca, Madrid (Katalog)

 

Dalai Lama with Eddy Novarro

Eddy Novarro with the Dalai Lama

 

The Brazilian photographer Eddy Novarro (1925-2003) knew the great artists of his time: Chagall, Miro, Picasso, Giacometti, Rothko,Lichtenstein and many others were standing in front of his camera. His Close Up portraits of the artists, about 40 photos are first shown in a German gallery. The Brazilian, who was born in Bucharest Eddy Novarro (actually Vasile Novaru, around 1925 – 2003) was traveling as a globetrotter through the world of art. On his travels through the art movements of the fifties to seventies he visited pioneering painters and sculptors. His photos are radical close ups, in which he portrayed the shown neither by light nor atmospheric accessory. Novarros close-up images look very honest and private, so that some critics called him“Sigmund Freud of photography“.

 

 

Eine Ausstellung unter der Schirmherrschaft des Generalkonsulats der Rumänischen Botschaft Bonn

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Eddy Novarro Ausstellung Studio Novo

 

Vortrag zur Ausstellung: Prof.Dr.Klaus Honnef, Bonn.

Vernissage: Samstag, den 17. September 2016

Sülzburgstr. 189, 50937 Köln

 

Aufgrund der großen Anfrage bitten wir um rechtzeitige Anmeldung

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